DAS GRUSELIGE GEHEIMNIS DER „RIFFEL-OMA“: Wenn die liebevolle Nachbarin zur grausamen Schlächterin wird!
Eine scheinbar harmlose Rentnerin schockiert die Welt
Man sieht sie auf den Straßen von Sankt Petersburg, wie sie mit ihrem Trolley zum Markt schlendert, freundlich lächelt und vielleicht ein paar nette Worte wechselt. Niemand käme auch nur im Traum auf den Gedanken, dass hinter diesen runzligen Gesichtern das pure, unbändige Böse lauern könnte. Doch manche menschliche Abgründe sprengen jede Vorstellungskraft.
Im Juli 2015 geriet ganz Russland und die internationale Kriminalwelt in einen regelrechten Schockzustand. Der Grund: Eine unscheinbar wirkende, gerade mal 1,50 Meter kleine Seniorin namens Tamara Samsonova. Was die Polizei in ihrer kleinen Wohnung und in den umliegenden Straßen fand, überstieg selbst die grausamsten Albträume erfahrener Mordermittler. Die sogenannte „Granny Ripper“ oder „Rivalin von Schsachowskaja“ entpuppte sich als eine der skrupellosesten und verstörendsten Serienmörderinnen der modernen Kriminalgeschichte.
Vom beschaulichen Leben zur eiskalten Maskerade

Tamara wurde am 5. Februar 1947 in Russland geboren. Auf den ersten Blick verlief ihr Leben völlig normal. Sie wuchs in behüteten Verhältnissen auf, absolvierte ihr Abitur erfolgreich und zog anschließend nach Moskau, um an der Staatlichen Linguistischen Universität zu studieren. Nach ihrem Abschluss verschlug es sie in das kulturelle Zentrum des Landes: nach Sankt Petersburg.
Dort traf sie auf ihren späteren Ehemann Alexej Samsonov. Die beiden verliebten sich leidenschaftlich, heirateten im Eiltempo und bauten sich im Jahr 1971 in der Dimitroffstraße 4 ein gemeinsames, gemütliches Leben auf. Tamara arbeitete jahrelang in einem Reisebüro und im renommierten Grand Hotel Europe. Sie war belesen, sprach mehrere Fremdsprachen und galt als absolute Vorzeige-Bürgerin.
Doch hinter der glänzenden Fassade brodelte es gewaltig. Im Jahr 2000 verschwand Ehemann Alexej plötzlich spurlos von der Bildfläche. Tamara meldete ihn sofort als vermisst, spielte die am Boden zerstörte, sorgende Ehefrau perfekt vor den Behörden. Keine Spur, keine Leiche, kein Motiv – die Akte schloss sich vorerst. Niemand ahnte, dass dies nur der graue Vorhang für ein monströses Blutbad war, das erst noch beginnen sollte.
Das schreckliche Tagebuch des Todes: 15 grauenhafte Morde!
Nach dem Verschwinden ihres Mannes wurde das Geld knapp. Um das Haus zu halten, begann Tamara, Zimmer an alleinstehende Personen zu vermieten. Sie gab sich als strenge, unerbittliche Vermieterin, die kein Lärmen duldete. Doch hinter verschlossenen Türen spielte sich der blanke Horror ab.
Im September 2003 geriet sie in einen heftigen Streit mit einem 44-jährigen Untermieter aus Norilsk, weil dieser sie gestört hatte. Die Eskalation endete in einem Blutbad: Tamara brachte den Mann um, zerstückelte seinen leblosen Körper im Badezimmer mit Messern und verteilte die blutigen Plastiktüten über das gesamte Viertel.
Niemand schöpfte Verdacht. Zehn Jahre lang kam sie ungestraft damit davon.
Erst als die Ermittler im Zuge ihres letzten Verbrechens ihre Wohnung auf den Kopf stellten, machten sie einen Fund, der ihnen das Blut in den Adern gefrieren ließ: Ein detailliertes Tagebuch. Darin hielt Tamara in einer wilden Mischung aus Russisch, Englisch und Deutsch stolz 15 Morde fest! Sie beschrieb haargenau, wie sie ihren Opfern bei lebendigem Leibe die Lungen entnahm, sie herausschnitt und – wie man heute kaum zu schreiben wagte – sogar Teile davon verspeiste.
Das perfide Finale: Der grauenhafte Mord an der besten Freundin

Im Sommer 2015 lief Tamara endgültig Amok. Ihre 79-jährige Nachbarin und Bekannte Valentina Ulanova hatte ihr vorübergehend Unterschlupf gewährt, da Tamaras eigenes Haus renoviert wurde. Anfangs schien alles harmonisch, doch mit der Zeit fing Tamara an, die Hausarbeit schleifen zu lassen. Es kam zu heftigen Streitigkeiten, unter anderem um dreckiges Geschirr.
Das war das Todesurteil für die alte Dame.
Tamara fuhr nach Puschkin, überredete einen Apotheker in einer Apotheke und erschlich sich ohne Rezept das hochwirksame Psychopharmakon Phenazepam – ein starkes Beruhigungsmittel und Antiepileptikum, das in hoher Dosis absolut tödlich wirkt. Zurück in Sankt Petersburg kaufte sie Valentinas Lieblingsgericht: einen frischen Oliviersalat (Kartoffeln, Wurst, Eier).
Sie zerrieb über 50 Tabletten des Medikaments und mischte das tödliche Gift in den Salat. Valentina aß ahnungslos davon. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2015 trat der Herzstillstand ein.
Die blutige Entsorgung: Ein Kochtopf voller Schock
Als Tamara am nächsten Morgen die leblose Valentina auf dem Küchentboden fand, zögerte sie keine Sekunde. Mit zwei Küchenmessern und einer kleinen Säge ging sie ans Werk. Sie trennte der alten Dame den Kopf ab, teilte den Rumpf in zwei Hälften und zerlegte alles in mundgerechte, transportfähige Einzelteile.
In Müllsäcken verpackt, schleppte sie die Leichenteile in den folgenden Nächten zu einem nahegelegenen Teich und warf sie ins Wasser. Den Kopf packte sie skrupellos in einen großen Kochtopf.
Die Nachbarn wurden stutzig, als plötzlich schwarze Plastiktüten im Uferbereich trippelten. Einer von ihnen sah nach, entdeckte die in einen Duschvorhang eingewickelten Überreste und alarmierte sofort die Polizei. Als die Beamten an Tamaras Tür klopften, ließ sie diese vollkommen seelenruhig herein. In der Wohnung fanden die Polizisten frische Blutspuren, die abgerissene Duschvorhang-Halterung und – als absoluten Höhepunkt des Grauens – den Kochtopf mit dem Kopf der Toten.
Gelächter im Gerichtssaal: „Ich will ins Gefängnis sterben!“
Der darauffolgende Gerichtsprozess im Juli 2015 in Sankt Petersburg ging weltweit durch die Presse. Während die Öffentlichkeit vor Entsetzen starr vor Schreck war, zeigte sich Tamara Samsonova von ihrer absolut skurrilsten Seite.
Gut gelaunt, lächelnd und quietschfidel betrat die damals 68-jährige den Gerichtssaal. Sie warf den anwesenden Journalisten Luftküsse zu, lachte ungeniert und schien das Rampenlicht in vollen Zügen zu genießen. Auf die Frage, warum sie das alles getan habe, gab sie eine eiskalte Antwort, die den Richtern den Atem raubte:
„Ich habe es getan, um als Serienmörderin bekannt zu werden. Es ist alles Absicht. Ich bereite mich seit zehn Jahren auf diesen Tag vor. Ich bin ein alter Mensch und habe keinen Platz zum Leben. Also beschloss ich, ins Gefängnis zu gehen. Dort werde ich sterben, und der Staat wird mich begraben.“
Als der Richter schließlich das Urteil verkündete und anordnete, dass sie auf unbestimmte Zeit in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt untergebracht wird, passierte das Unfassbare: Tamara fing laut an zu lachen und klatschte wie ein kleines Kind vor Freude in die Hände.
Ein ungelöstes Rätsel bleibt zurück
Heute sitzt Tamara Samsonova in einer hochgesicherten Spezialklinik in Kasan ein, wo sie vermutlich den Rest ihres Lebens verbringen wird. Ob sie wirklich für alle 15 in ihrem Tagebuch erwähnten Morde verantwortlich ist, lässt sich bis heute nicht lückenlos klären. Viele Opfer, darunter auch ihr eigener Ehemann und sogar ihre damalige Schwiegermutter, tauchten spurlos auf und wurden niemals gefunden.
Der Fall der „Riffel-Oma“ bleibt ein zutiefst verstörendes Mahnmal dafür, dass das Böse oft dort am lautesten lauert, wo man es am allerwenigsten vermutet – direkt hinter der Wohnungstür nebenan.